SDV Vol.32.1/2008: GLDV-Workshop „Datenbanktechnologien für hypermediale linguistische Anwendungen“

Cover: SDV 1/2008: GLDV-Workshop „Datenbanktechnologien für hypermediale linguistische Anwendungen“

SDV. Sprache und Datenverarbeitung
International Journal for Language Data Processing
Heft 1/2008: GLDV-Workshop „Datenbanktechnologien für hypermediale linguistische Anwendungen“

(Hg.: Hermann Cölfen, Hans-Christian Schmitz, Ulrich Schmitz, Bernhard Schröder)

ISSN: 0343-5202

Seiten: 89
Buch: 29,00
ISBN:978-3-940251-35-0
E-Book: 25,00 €
ISBN:978-3-940251-36-7

Aus dem Vorwort der Ausgabe 1/2008 (32 Jg.):

Mit der rasanten Entwicklung einer ganzen Familie von XML-basierten texttechnologischen Standards seit mehr als zehn Jahren ist die Hoffnung verbunden, dass dadurch die technische Handhabung von linguistischen Daten enorm erleichtert werde und computerlinguistische Projekte davon in der Praxis stark profitierten. Dies um so mehr, als auch die meisten etablierten Datenbankmanagementsysteme (DBMS), Open Source-Lösungen sowie fachspezifische und/oder akademische Datenbankprodukte das Potential strukturorientierter Auszeichnungssprachen erkannt und Schritt für Schritt integriert haben.

XML-Standards für die Modellierung der Mikrostruktur informationeller Angebote sowie für die Kommunikation mit externen Applikationen, kombiniert mit den bekannten Vorzügen einer datenbankgetützten Verwaltung und Weiterverarbeitung - aus dieser Perspektive heraus betrachtet sollte sich die computerlinguistische Forschung zukünftig vermehrt um das "Was?" und immer weniger um das oft leidige "Wie?" kümmern dürfen. In der Tat gibt es für viele Probleme, die vor einigen Jahren noch umfangreiche Spezialentwicklungen erforderten, inzwischen sehr hilfreiche Standard-Werkzeuge. Doch gilt dies durchgängig? Und welche Überlegungen sind vor Implementierungsentscheidungen nach wie vor unerlässlich? Hier soll der interdisziplinäre GLDV-Workshop „Datenbanktechnologien für hypermediale linguistische Anwendungen“, der im Rahmen der Konvens 2008 in Berlin stattfindet, für mehr Klarheit sorgen, indem er Erfahrungen mit hypermedialen Datenbanken aus unterschiedlichen texttechnologischen Projekten zusammenbringt.

Die Vorträge und Systemdemonstrationen des Workshops liegen den Artikeln dieses Heftes zugrunde. Die Beiträge zeigen deutlich, dass nach wie vor nicht alle Werkzeuge alle naheliegenden Erwartungen erfüllen und jedes Projekt eine sorgfältige Bestandsaufnahme der verfügbaren technischen Lösungen erfordert. Die Berichte kommen aus höchst unterschiedlichen Anwendungsbereichen. Das Spektrum umfasst beispielsweise sowohl die Verwaltung unterschiedlicher Annotationsformen für geschrieben- wie für gesprochensprachliche Korpora; weiterhin werden Schnittstellen zu Online-Wörtebüchern und Wikis sowie die Verwaltung fachterminologischer Ontologien thematisiert. (Roman Schneider & Bernhard Schröder)

 

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