Ausbau von sprachlichen Potenzialen

Cover: Haueis (2016): Ausbau von sprachlichen Potenzialen

Eduard Haueis (2016):
Ausbau von sprachlichen Potenzialen

Sozio- und Ontogenese in einer didaktischen Perspektive

Seiten: 212
Buch: 24,50
ISBN:978-3-95605-020-6
E-Book: 24,50 €
ISBN:978-3-95605-021-3

Wird es im Deutschunterricht immer noch versäumt, die sprachlichen Potenziale einer mehrsprachigen Schülerschaft wahrzunehmen? Diese Frage ist Ausgangspunkt der Schrift „Ausbau von sprachlichen Potenzialen“. Hierin werden in einer didaktischen Perspektive sozio- und ontogenetische Aspekte des Sprachausbaus so verschränkt, dass der Anteil, den Unterricht und Wissenschaft daran haben, sowohl in seinen Leistungen und Chancen als auch in seinen Beschränkungen und Versäumnissen sichtbar wird.
Eduard Haueis beschreibt die Bedingungen sprachlichen Lernens im Deutschunterricht und schildert, wie es zum gegenwärtigen Zustand gekommen ist. Er führt schon existierende Theorien auf, die zu einer veränderten Wahrnehmung hätten beitragen können. Vor dem historischen Hintergrund stellt er Überlegungen für mögliche Veränderungen an.
Die Schrift bietet die Möglichkeit, sich der historischen Voraussetzungen und der gegenwärtigen Bedingungen zu vergewissern, unter denen Entscheidungen über das sprachliche Lernen im Deutschunterricht getroffen werden oder noch zu treffen sind.
„Ausbau von sprachlichen Potenzialen“ richtet sich an Fachleute, die für den Deutschunterricht in Wissenschaft und Unterricht unmittelbar Verantwortung tragen, aber auch an all diejenigen, die an sprachlichen Bildungsfragen interessiert sind.

 

Aus dem Inhalt

Vorwort

Die didaktische Perspektive – eine Einführung

I Volkssprachlichkeit

I.1 Die Unterscheidung von Erwerb und Vermittlung

I.2 Arbeit mit und an Texten

I.3 Bestimmungen des Literaten

II Domänen des Ausbaus

II.1 Vom lateinischen Alphabet zu den Anfängen eines deutschen Schriftsystems

II.2 Der Ausbau der Morphosyntax

II.3 Ausbau der Schriftlichkeit

III Festigung des Ausbaus

III.1 Lehrwerke

III.2 Institutionen der Sprachpflege

III.3 Bühnen

III.4 Schulen

III.5 Das Potenzial der Sprachverhältnisse um 1800

IV Gefährdungen

IV.1 Kontinuitätsbrüche in der theoretischen Reflexion

IV.2 Das gegliederte Schulwesen und die Zweigleisigkeit der Lehrerbildung

IV.3 Instrumentalisierungen von Wissenschaft und Unterricht

IV.4 Didaktik im Stande „systemischer Ignoranz“

V Pfusch und Reparaturen

V.1 Abbau von Defiziten vs. Ausbau von Potenzialen

V.2 Revision von didaktischen Denkschablonen und Handlungsroutinen

V.3 Sprachwissen in der Lehrerbildung

Literatur

 

Eduard Haueis, 1938 in Nürnberg geboren; nach dem Studium der Germanistik und Romanistik in Erlangen, Lehrerfahrung an mehreren Schulen und Habilitation (1973) an der Pädagogischen Hochschule Ruhr; Professor an den Hochschulen in Ludwigsburg und Heidelberg. Zahlreiche Publikationen zu den wissenschaftlichen Grundlagen des Deutschunterrichts und langjährige Mitarbeit an der Herausgabe der Zeitschrift OBST (Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie).

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