Händl Klaus: Auf Umwegen.

Cover: Erb (Hg.) (2011): Händl Klaus. Auf Umwegen.

Andreas Erb (Hg.) (2011):
Händl Klaus: Auf Umwegen.

Seiten: 176
Buch: 19,90
ISBN:978-3-940251-84-8
E-Book: 17,90 €
ISBN:978-3-942158-10-7

„Händl Klaus: Auf Umwegen“ „… folgt einem Konzept, das sich auf unterschiedlichen Ebenen und Wegen dem Autor Händl Klaus annähert. Zunächst mittels eines einführenden Überblicks, der gleichzeitig als Hommage gedacht ist. … Sodann sind es unterschiedliche Primärtexte des Autors, die von ihm für diesen Band ausgewählt wurden und zum Teil erstmalig veröffentlicht werden; … Es folgen Essays und literaturwissenschaftliche Aufsätze von Theaterpraktikern, die allesamt schon mit Texten von Händl Klaus im Theater gearbeitet haben, gleich ob als Bühnenbildnerin (Muriel Gerstner), Dramaturg (Tilman Raabke) oder in der Regie (Alexander Kerlin und Fabian Lettow). … Zudem nähern sich Bernd Künzig als Musikredakteur, Peter Ellenbruch als Filmwissenschaftler und Janina Herrmann als Literaturwissenschaftlerin Einzelaspekten des Gesamtwerks. Dass bei allen die Lücke immer wieder Gegenstand der Reflexion ist, darf nicht verwundern – verkörpert sie die Zentralfrage des Denkens und Schreibens von Händl Klaus, dem Woher und Wohin jeglichen (Da)Seins.“ (A. Erb, Vorwort zu „Händl Klaus. Auf Umwegen“)

Händl Klaus‘ Sprache ist eine suchende, eine die Welt und ihre Gegenstände umkreisende, sich unterschwellig annähernde, die in jedem W:ort den Raum aufspürt, aus dem sie herkommt, den sie begründet, oder in den sie verschwindet.“ (A. Erb, Vorwort zu "Händl Klaus. Auf Umwegen")

„Dramenpoetik – in meinem Fall ist das Zerfall, mir zerfällt alles, und am Ende ist es ’in sich zerfallen’, und das ist auch schon alles. Ich muß dauernd Umwege gehen, weil mir, wovon ich ausgehe, als ginge einem die Sonne auf - so sonnenklar, so stark steht es doch vor mir - , zerfällt, sobald ich es hinsetzen will. Es gibt jeweils eine Ladung, einen Kern, aber er läßt sich (von mir, für mich) nicht sagen. Ich kann ihn nur einkreisen, es bleibt zuletzt eine Art Gipsabdruck, und dann springen die SchauspielerInnen hinein und sprengen ihn auf, die geliebten, und der/die geliebte RegietheaterregisseurIn drischt dazu drauf hin, und dann geht manchmal wirklich etwas auf, auf Umwegen wiederum, und mir ist, als hätte sich das Eigentliche doch noch sagen oder sonstwie mitteilen lassen …“ (Händl Klaus, 2010)


Inhalt


Andreas Erb: Händl Klaus, auf Umwegen. Vorwort
Karin Beier: Eine glückliche Hand. Laudatio auf Händl Klaus anlässlich der Verleihung des „Kunstsalon-Autorenpreises 2011 für das Schauspiel Köln“

I: von Händl Klaus

Vorspiel
aus Furcht und Zittern. Singspiel

(Legenden)
Dem Bruder
Das Waldviertel
Die Trauernden

Allfälliges

Neue Prosa

Hausmitteilung (Schutzdichtung für Muriel)

Buch Asche
Oper, Bild 1 bis 5 (mit Inhaltsangabe)

Holla

II: Essays
Muriel Gerstner: (Im Gewohnten) – für Händl Klaus
Andreas Erb: Händl Klaus, gelesen. Randnotizen Fabian Lettow: „... wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand.“ Über Händl Klaus' Poetik des Verschwindens
Tilman Raabke: Hitziges Eis. „Ich ersehne die Alpen; So entstehen die Seen“ von Händl Klaus
Janina Herrmann: „Wie, will ich beweisen, wer, ich bin, wenn man, mich fragt.“ Das Verschwinden des Subjektes in „(WILDE) Mann mit traurigen Augen“
Alexander Kerlin: „Ich will in die Wirtschaft gehen.“ Zum Ernst der Kinder in „Furcht und Zittern
Bernd Künzig: „Unbedingt die Musik.“ Der Librettist Händl Klaus
Peter Ellenbruch: Beklemmende Kreisläufe. Notizen zum Spielfilm „März“

III: Nachtrag
Veröffentlichungen und Uraufführungen von Händl Klaus
Verzeichnis der Beiträgerinnen und Beiträger

 

Kritiken und Pressestimmen:

„[...] Vor allem, wenn man sich textkritisch und ganz konkret mit Händl Klaus beschäftigt, wird man sehr angetan sein. In einem solchen Fall ist die Lektüre des Bandes „Auf Umwegen“ unbedingt zu empfehlen: Die Essays zeigen, dass ein Diskurs über Texte und deren Ästhetik, dass also Literaturwissenschaft angenehm ungezwungen betrieben werden kann und ohne allzu viel hochgestochene Diktion auskommt, ohne dabei ins Seichte abzurutschen. Die publizierten Essays – besonders erwähnt sei jener des Herausgebers Andreas Erb und ein Aufsatz über Händls Poetik von Fabian Lettow – zeugen in Summe von beachtlicher Kompetenz und vor allem auch von Zuneigung für den Autor und seine Texte. Es sind Essays, die der Eigenart, dem nicht leicht zu Fassenden, Bruchstückhaften und Zerfallenden (siehe Prolog von Händl Klaus), zugleich scheinbar Unbekümmerten, darin aber durchaus Heimtückischen (siehe Andreas Erb, S. 78) in Händls Schreiben gerecht werden. Abgesehen von seinen Qualitäten steht der Band aus Duisburg ohnehin ziemlich einzigartig da, literatur- und theaterwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Händl sind bislang nicht eben zahlreich und insofern steht das Buch am Anfang einer längeren Entwicklung, in der hoffentlich viele weitere literaturwissenschaftliche Auseinandersetzungen folgen werden. [...]“ (Erika Wimmer, Universität Innsbruck, Forschungsinstitut Brenner-Archiv, August 2011)
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