Die dunklen Seiten der Mediävistik

Cover: Björn Bulizek / Gaby Herchert / Simone Loleit (Hg.) (2014) Die dunklen Seiten der Mediävistik

Björn Bulizek / Gaby Herchert / Simone Loleit (Hg.) (2014)
Die dunklen Seiten der Mediävistik

Seiten: 258
Buch: 49,00
ISBN:978-3-942158-72-5
E-Book: 49,00 €
ISBN:978-3-942158-73-2

Die dunklen Seiten der Mediävistik – mit dieser Thematik wollen die Beiträgerinnen und Beiträger dazu anregen, sich mit Abseitigem, ja vielleicht sogar Abgründigem, Sinistrem, Obskurem, Rätselhaftem, etwas bislang unentdeckt oder unbeachtet Gebliebenem auf dem Gebiet der Mediävistik, der Mittelalter-Forschung und angrenzenden Feldern zu beschäftigen. Zugleich ist der vorliegende Band mit Beiträgen, die sich auch weit jenseits des Mainstreams bewegen, eine Festschrift für Rüdiger Brandt, an dessen vielfältige Forschungsinteressen in den Bereichen Mediengeschichte, Historische Kulturwissenschaft, Literatursoziologie, Genderforschung, Lexikologie, Niederrheinforschung, Bildungsgeschichte, Rhetorik, Poetik und Ästhetik die Beiträge anknüpfen.

 

INHALT

Zur Jubelnacht – eine obskure Einleitung

I. Unterschiedliche Beleuchtungsgrade oder: Vom Wissen zum Nicht-Wissen

Heinz Eickmans
Dunkelheit
und Düsternis im späten Mittelalter. Lexikalische Felder des Dunklen in der deutsch-lateinischen Lexikografie des 15. Jahrhunderts

Nine Miedema
vinster, dinster, timber. Wortgeschichtliches zu den ‚dunklen Seiten‘ des Mittelalters

Ulrich Schmitz
Stein, Schere, Papier. Die Linguistik ist die dunkle Seite der Mediävistik

Karl Helmer
Poetik und Rhetorik als Universalkünste im 14. und 15. Jahrhundert

Werner Jung & Andrea Schäfer
Möglichkeit und Wirklichkeit. Ein Essay

Andrea Sieber
Verdunkeltes Begehren. Überlegungen zumSpannungsverhältnis von Wissen und Nicht-Wissen in Konrads von Würzburg Partonopier und Meliur

II. Von Dunkelfeldern und dunklen Figuren

Helmut Tervooren
Jakob van Maerlant. Wer ist das? Oder: Die mittelniederländische Literatur und ihre Kenntnis in der deutschen Universitätsgermanistik. Ein Plädoyer für eine engere Zusammenarbeit von Germanisten und Niederlandisten

Thomas Bein
Der dunkel meister

Andrea Moshövel
Der Hermaphrodit als dunkle Figur bei Notker III. von St. Gallen (um 950-1022) – ein Versuch zu seinen geschlechterdualistischen Implikationen

Sevgi Filiz
Grusel oder Erbauung? Jeder wie er mag – oder doch beides in einem? Zwei Leserichtungen des Mirakels ‚Arnt Buschmann‘

Frauke Thielert
„huorensun ald [...] boesenwiht“. Zum Straftatbestand der Beleidigung in spätmittelalterlichen Stadtrechten

Simone Loleit
‚Wie ein Dieb in der Nacht‘ – erhellende Dunkelheit in Kaufringers Märe Die Unschuldige Mörderin und der niederländischen Erzählung Karel ende Elegast

III. Ins Licht gerückt? Das Mittelalter in der Neuzeit

Jochen Vogt
Die Fiktionalitätsgrenze verläuft am Klostergarten. Und andere nichtmediävistische Beobachtungen anhand eines kleinen Rosen-, Ketzer-, Liebes- und Detektivromans anno 1143

Veronika Burovikhina
Die Deutschen kommen. Der Umgang mit der Geschichte des (russischen) Mittelalters im (sowjetischen) Propagandafilm am Beispiel des Feindbildes in Alexander Newski

Patrick Voßkamp
Pranger 2.0 – über die (neue) Lust an der öffentlichen Schande

Björn Bulizek
Lug und Trug im Deutschunterricht

Gaby Herchert
Lieber hell oder besser dunkel? Zur argumentativen Verwendung von Mittelalterimaginationen

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