Literatur – Kultur – Verstehen.

Cover: Iljassova-Morger / Reinhardt-Becker (Hrsg.) (2009): Literatur – Kultur – Verstehen.

Olga Iljassova-Morger / Elke Reinhardt-Becker (Hg.) (2009):
Literatur – Kultur – Verstehen.

Neue Perspektiven in der interkulturellen Literaturwissenschaft

Seiten: 190
Buch: 29,90
ISBN:978-3-940251-55-8
E-Book: 26,90 €
ISBN:978-3-940251-56-5

Interkulturelles Verstehen ist für das Miteinander in multikulturellen Gesellschaften unabdingbar. Wie aber kann Verstehen gelingen, und wieso ist es mitunter so schwierig, die Perspektive des Anderen einzunehmen? Solche und ähnliche Fragen werden immer wieder auch in literarischen Texten behandelt und deshalb bieten sie eine gute Basis, dem Ob und Wie interkulturellen Verstehens nachzuspüren. In "Literatur – Kultur – Verstehen" betrachten elf Autoren und Autorinnen interkulturelles Verstehen aus ganz unterschiedlichen literaturwissenschaftlichen Blickwinkeln. In den Werken von Elias Canetti, Siegfried Lenz, Iosif Brodskij, Theodor Storm, Peter Handke, Ralf Rothmann, Franco Biondi, Emine Sevgi Özdamar, Peter Stamm, Terézia Mora und Gino Chiellino suchen sie Antworten auf Fragen nach dem Stellenwert von Literatur in einer interkulturellen Gesellschaft. Nehmen Tendenzen wie Globalisierung, Massenmigration und Medialisierung Einfluss auf das Leseverhalten? Wie rezipieren Leser mit verschiedenen kulturellen Hintergründen denselben literarischen Text? Wie wird in der Literatur das interkulturelle Verstehen thematisiert?
Die Überlegungen, Analyseergebnisse und Schlussfolgerungen in den zwölf Beiträgen dieses Bandes eröffnen – nicht zuletzt auch wegen der unterschiedlichen wissenschaftlichen und kulturellen Herkunft der Autoren und Autorinnen – neue Perspektiven auf ein wichtiges Thema.

Inhalt

Vorwort

Olga Iljassova-Morger / Elke Reinhardt-Becker
Einleitung

Olga Iljassova-Morger
Transkulturelle Herausforderungen der interkulturellen literarischen Hermeneutik: Von der Reduktion zur Entfaltung

Aglaia Blioumi
Kulturtransferforschung. Zur interdisziplinären Öffnung aktueller Theorieansätze

Michael Hofmann
Klimaforschung im tropischen Deutschland. Interkulturelle Reflexionen zur Identität unserer Einwanderungsgesellschaft und zu deutsch-türkischen Konstellationen

Elke Reinhardt-Becker
Pluralität und Differenz: Begegnungen von Kulturen in Sprache und literarischen Texten – die Autorin Emine Sevgi Özdamar im interkulturellen Deutschunterricht

Corinna Schlicht
„Alle Orte sind gleich und fremd.“ Heimatlose Grenzgänger im Werk Terézia Moras

Natalia Jörg
Grenzüberschreitungen und interkulturelle Begegnungen im Exil bei Vladimir Nabokov und Iosif Brodskij Boris Previsic
Poetologie und Politik: Peter Handkes "Winterliche Reise"

Chiara Cerri
Das Modell der interkulturellen Lektüre am Beispiel der Zwischensprache von Gino Chiellino und Franco Biondi

Andrzej Denka
Interkulturelle Verwicklungen des Humors. Überlegungen anhand Siegfried Lenz’ "So zärtlich war Suleyken. Masurische Geschichten"

Anne D. Peiter
„... auf die Spitze getriebene Individuen in ihrer Geschiedenheit darstellen.“ Interkulturelle Missverständnisse im Werk von Balzac und Canetti

Elke Reinhardt-Becker
Begegnungen mit dem Fremden in Ralf Rothmanns Großstadtroman "Hitze". Von Hilfsköchen, Stadtstreichern, Polinnen und der Liebe

Frank Becker
Globalhistorische Perspektiven im fächerübergreifenden Geschichtsunterricht: Das Problem des interkulturellen Verstehens in Theodor Storms Novelle "Von Jenseit des Meeres"

Dr. Olga Iljassova-Morger ist Lehrbeauftragte im Fach Germanistik an der Universität Duisburg-Essen. Dr. Elke Reinhardt-Becker ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Germanistik / Literaturwissenschaft und Fachdidaktik an der Universität Duisburg-Essen.

 

Kritiken und Pressestimmen

"Reinhardt Becker gelingt es, durch gezielte Zitate die Sprachkraft Özdamars zu belegen, unter anderem mit Blick auf deren Thematisierung von Sprachspiel und Spracherwerb. Hier wird das Erleben von Fremdheit vielseitig gezeigt. [...] Die Potentiale interkultureller Literatur werden hier deutlich." (Zeitschrift für interkulturelle Germanistik, 2. Jahrgang, 2011, Heft 1)

"Schlicht gelingt es, in die Szenen dörflicher Gewalt einzuführen und wichtige Motive und Konstanten der Erzählungen herauszuarbeiten." (Zeitschrift für interkulturelle Germanistik, 2. Jahrgang, 2011, Heft 1)

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